Unter schwierigen Bedingungen ins Sprintfinale gekämpft
Mezzana/Italien. Alina Zimmer von der Kanu-Gesellschaft Celle hat bei ihrer ersten Europameisterschaft in der Leistungsklasse im Wildwasserrennsport überzeugt. In Mezzana(Italien) zeigte die 22-Jährige starke Leistungen und sammelte wertvolle internationale Erfahrung – unter Bedingungen, die es den Athletinnen alles abverlangten.
Während der Trainingstage präsentierte sich die anspruchsvolle Strecke im Val di Sole mit normalen bis geringen Wasserständen – doch Regen in den Tagen vor dem ersten Rennen veränderte die Verhältnisse deutlich. Am Tag der Klassik-Langstrecke herrschte Hochwasser, sodass die Strecke aus Sicherheitsgründen verkürzt werden musste.
Zimmer hatte besonders im ersten Abschnitt mit den ungewohnt wuchtigen Strömungen zu kämpfen. „Ich habe mich stellenweise wie ein Pingpong-Ball gefühlt, der von den Wellen hin und her geschmissen wird – das Boot hatte ich nicht immer unter Kontrolle.“ schildert sie ehrlich ihre Eindrücke. Dennoch bewies sie Durchhaltevermögen und kam auf den 16. Platz – ein solides Ergebnis in einem stark besetzten internationalen Feld.
Im Mannschaftsrennen der Langstrecke startete Zimmer gemeinsam mit Lisa Köstle und Christina Massini (KKR Rosenheim). Noch bei der zweiten Zwischenzeit lag das Trio aufeinem Podiumsplatz, doch dann wurden die deutschen Hoffnungen jäh zerstört: Nach einer Kenterung von Christina Massini mussten die drei das Rennen vor dem Ziel beenden.
Ein echtes Highlight folgte im Sprintwettbewerb: Nachdem sie im ersten Qualifikationslauf noch nicht an ihre Bestleistung herankam, zeigte Zimmer im zweiten Lauf ihre Nervenstärke und fuhr mit einem überzeugenden Lauf auf Platz 10, damit sichere sie sich den letzten verfügbaren Finalplatz. Ein überraschender, aber verdienter Erfolg, mit dem sie ein Ausrufezeichen setzen konnte. Im Sprintfinale reichte es zwar nicht mehr für eine vordere Platzierung, doch mit Rang 15 rundete sie ihren EM-Einstand in der Leistungsklasse respektabel ab.
„Für meine erste EM bei den Großen bin ich zufrieden. Ich habe gesehen, wo ich stehe – und dass ich mitkämpfen kann“, zieht Zimmer ein positives Fazit.
Lange ausruhen kann sie sich nicht: Schon in wenigen Wochen steht mit der U23-Weltmeisterschaft in Solkan (Slowenien) das nächste internationale Highlight auf dem Programm. Mit den Eindrücken aus Mezzana im Rücken blickt sie der WM mit viel Motivation entgegen.
Olaf v. Hartz, Heinrichstr. 9, 29313 Hambühren,
Tel: 05084 / 3920 (p) 05141 / 42088 (d)
