Fulda: Inzwischen hat es sich auch bei anderen Nationen herumgesprochen, dass die Kanu- Abfahrtsrennen auf der Fulda eine Klasse für sich sind. Schon lange sind neben der gesamten deutschen Elite im Wildwasserrennsport auch einige ausländische Teams dabei. In diesem Jahr allerdings standen Starter aus gleich 8 Nationen im Programm, darunter auch „Schwergewichte“ wie Tschechien und Großbritannien. Außerdem ging es auch um erste Punkte zur Rangliste des Deutschen Kanu- Verbandes. Das kleine Team der Kanu- Gesellschaft Celle konnte sich gegen die hochkarätige Konkurrenz hervorragend in Szene setzten. Alina Zimmer unterstrich mit einem zweiten und zwei dritten Plätzen eindrucksvoll Ihren Anspruch auf einen Platz in der Nationalmannschaft und Altmeister Olaf v. Hartz startete mit einem Doppelsieg in das Wettkampfjahr 2026.
Alina Zimmer vertritt ja schon seit Jahren bei den U 23 Damen die deutschen Farben, im letzten Jahr war ihr dann im KI auch endlich der Sprung ins Nationalteam der Hauptklasse gelungen. Wie es aussieht ist sie gekommen, um zu bleiben: Nachdem der erste Sprintlauf noch nicht ganz optimal gelaufen war, legte sie im zweiten Versuch deutlich zu und belegte mit einem fulminanten Lauf mit geringem Rückstand als drittbeste Deutsche Platz 5 im Gesamtklassement. Noch stärker war sie dann im Classic unterwegs: mit einer hervorragenden Zeit konnte sie sich hier sogar auf Platz zwei der deutschen Teilnehmerinnen vorschieben und mit Rang 3 in der internationalen Wertung sogar das Podest erklimmen.
Richtig durchgestartet ist Zimmer im vergangenen Jahr ja auch im CII mit Ihrer Partnerin Franziska Gaweh auf Siegburg und auch die beiden wollen in diesem Jahr wieder vorn mitmischen. Die Ergebnisse aus Fulda geben da durchaus Anlass zur Hoffnung: Im Sprint holten die beiden als zweitbestes deutsches Boot die Bronzemedaille im Gesamtfeld, im Classic konnten Sie sogar mit sicherem Vorsprung an die Spitze der nationalen Konkurrenz setzen und hinter einem Schweitzer Boot auf den Silberrang fahren. „Das war ja schon mal ganz gut, der Trainingsplan scheint hinzuhauen.“ bilanzierte Zimmer gewohnt nüchtern ihre Erfolge.
Altmeister Olaf v. Hartz konnte ließ in Fulda einmal mehr nichts anbrennen. Im Sprint holte er mit zwei konstant schnellen Versuchen souverän den Sieg im Feld der Masters D KI. Obwohl die Ersatzstrecke für das Classic ihm eigentlich einiges zu kurz war, ließ er sich auch hier nicht die Butter vom Brot nehmen, holte sich seinen zweiten Sieg und startet somit optimal in die Saison. „Für den Anfang war das schon mal ganz gut, aber es ist noch früh im Jahr, mal sehen, was noch kommt.“ so sein Fazit.
Pablo Calliet hat immer noch mit Verletzungsproblemen an seiner Schulter zu kämpfen und war deshalb nicht so schnell unterwegs wie er es eigentlich sein sollte. Am Ende belegte er sowohl im Sprint als auch im Classic jeweils Platz 21. „Jetzt heißt es, den Fokus auf die Qualifikationen im April zu legen, ich hoffen bis dahin die Schulter in den Griff zu kriegen.“ kommentierte er den Ausgang des Rennens.
Pech hatten Ausrichter und Sportler mit dem Wetter: nachdem noch am Wochenende vor den Rennen bestes Frühlingswetter und ein perfekter Wasserstand lockten, musste am Rennwochenende die Classic- Strecke wegen des drastisch gesunkenen Pegels schon wieder auf die Ersatzstrecke unterhalb von Fulda verlegt werden – unübersehbar wirkt sich der Klimawandel auch auf die Wasserführung der Flüsse aus, ein Problem mit dem der Wildwasserrennsport zunehmend zu kämpfen hat.
Olaf v. Hartz
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