Celler Kanutin mit starkem Debüt im C2 – Hauchdünn an Top 5 im Einzel vorbei
Solkan/Slowenien – Mit drei Medaillen, einem spannenden Einzelrennen und soliden Leistungen in mehreren Disziplinen ist Alina Zimmer von der Kanu-Gesellschaft Celle erfolgreich von der U23-Weltmeisterschaft im Wildwasserrennsport in Solkan (Slowenien) zurückgekehrt. Bei großer Hitze und technisch fordernden Strecken zeigte die 22-Jährige ihr Können – und erpaddelte gleich Medaillen.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte sie im K1-Classic-Einzelrennen, wo sie mit Bestzeit zwischenzeitlich in Führung lag. „Ich bin mit Bestzeit ins Ziel gekommen – und dann hieß es erst einmal zittern“, berichtet Zimmer. Denn viele der Favoritinnen starteten nach ihr. Am Ende fehlten nur 44 Hundertstelsekunden auf Platz 5. „Das war richtig knapp – aber ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden.“
Die Classic-Strecke verlangte taktisches Geschick und saubere Linienwahl: „Das Wasser war relativ ruhig. Man musste die Linie perfekt treffen und jede kleine Strömung optimal mitnehmen.“
Im Classic-Mannschaftsrennen fuhr sie gemeinsam mit Anne Jäger (Fulda) und Luisa Puttkamer (Düsseldorf) auf den 4. Platz – eine solide Teamleistung, auch wenn der Abstand zur Medaille mit elf Sekunden recht deutlich war.
In den Sprintdisziplinen sicherte sich das Trio im K1-Mannschaftsrennen verdient die Bronzemedaille. Die Strecke hatte es in sich: „Durch den niedrigen Wasserstand hat es ordentlich geschoben und gepilzt – die Boote sind schnell versprungen, das hat viel Konzentration gekostet“, so Zimmer. Im K1-Einzel-Sprint erreichte sie Platz 15 – ein solides Ergebnis im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld.
Zusätzliche Erfolge gab es im Canadier-Zweier (C2), den Zimmer gemeinsam mit Franziska Gawehn (Blau-Weiß Bonn) paddelte. Obwohl die beiden erst seit diesem Jahr im C2 unterwegs sind und vor Ort nur wenige gemeinsame Trainingsfahrten absolvierten, gelang ihnen eine starke Leistung: Silber auf der Classic-Strecke und Bronze im Sprint. „Das Zusammenspiel hat von Anfang an gut funktioniert“, resümiert Zimmer. „Wir mussten kaum kommunizieren – es lief einfach.“
Mit drei Medaillen bei sechs Starts, einem starken Einzel im Classic Einzelrennen und den gewohnt stabilen Teamleistungen war es Alina Zimmer eine rundum gelungene Weltmeisterschaft bei der sie sich in der internationalen Spitze weiter etablieren konnte.
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